Hund und Rad

Rad ieschen

Neumitgliied
10 Februar 2020
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Hallo zusammen,
sind hier Leute, die mit Hund und Rad unterwegs sind?
Es gibt ja so viele Möglichkeiten. Entweder läuft der Hund neben dem Rad. Die Leine in der Hand zu halten oder am Lenkrad zu befestigen ist selbst bei gut leinenführigen Hunden vor allem im Straßenverkehr einfach viel zu gefährlich. Da muss nur mal ein Auto plötzlich bremsen, man bremst selber unerwartet heftig und durch den Ruck des weiterlaufenden Hundes liegt man mit Glück nur auf der Straße und nicht unter einem Auto.

Ich mache es mit diesen Bügel von Kleinmetall, den ich gebraucht gekauft habe.
Bei diesen U-förmigen Fahrradleinen-Haltern ist der Vorteil, dass der Hund selbst bei Zug zur Seite das Rad nicht aus dem Gleichgewicht bringen kann. ist die Leine mit einer normalen "Radangel"unterhalb des Sattels befestigt, kippt das Rad schnellerum. Mein Hund wiegt 25 kg und selbst wenn das Rad abgestellt ist, kippt es mit diesen U-förmigen Abstandshaltern nicht, wenn er mal zum Ende der Leine geht.
Wichtig ist darauf zu achten, wenn man mit dem Hund an Straßen unterwegs ist, dass die Halterung auf der rechten Seite des Rades ist, um das Risiken zu vermeiden, weil ein Autofahrer den Hund übersehen könnte.

Generell gilt beim Rennen auf Asphalt: Es ist nicht gut für die Gelenke. Die Sehnen und Muskeln des Hundes sind nicht dafür angelegt auf unnatürlich hartem Untergrund bei dieser stärkeren Belastung die Bewegung so abzudämpfen, dass dauerhaft keine Schäden entstehen.
Im Sommer sollte man zusätzlich an die schnelle Erhitzung der versiegelten Flächen denken und den Hund nicht zum Rennen bringen, wenn es zu warm ist.
Auch dass die Pfoten auf Asphalt mehr Abrieb haben sollte bedacht werden.
Am besten die Strecke so planen, dass der Hund zumindest neben dem Weg auf weicherem Boden mitlaufen kann.

Grundsätzlich gilt für jede Art den Fortbewegung mit Hund, wo Zug auf der Leine möglich ist, den Hund an einem Geschirr und nicht am Halsband zu führen. Dauerhafter oder ruckartiger/seitlicher Zug auf den Hals kann zu schwerwiegenden Verletzungen führen, verhindert die für die Anstrengung wichtige ausreichende Atmung und ist für den Hund grundsätzlich auch nicht so angenehm, wie das Ziehen am Geschirr. Und es soll ja auch dem Hund Spaß machen.

Auch gibt es die Möglichkeit den Hund mithilfe einer sogenanntern Antenne vorne vor dem Rad laufen zu lassen. Da der Hund beim Bikejöring weit vor dem Rad läuft, lässt sich diese Variante noch weniger mit dem Straßenverkehr vereinen, wie die Variante der Halterung an der Seite. Außerdem sollte man wegen der höheren Kraftübertragung auf ein gut sitzendes spezielles Zuggeschirr für den Hund achten. Das ganze Thema Bikejöring ist nicht ohne Weiteres ohne Anleitung ausführbar und es ist deshalb ratsam einen Workshop bei einem Spezialisten mitzumachen. Das näheste an Aachen, was ich gefunden habe war das hier:
www.zughundeteam-go.de in 52393 Hürtgenwald (hinter Stolberg)
Und hier das ist auch in Hürtgenwald, da kann man Zubehör zum Bikejöring kaufen: www.running-points.de
Kennt ihr noch andere, die evtl. auch Workshops anbieten?

Natürlich kann man mit einem Hund laufend keine ewig lange Fahrradtour machen. Und auch nicht jeder Hund ist geeigent länger am Rad mitzulaufen. Am Anfang muss man auch mit Hunden das Training langsam aufbauen und auch danach sollte man immer auf seinen Vierbeiner achten und ausreichend Pausen einplanen. Wenn man für die Hundepausen nicht ebenfalls vom Rad steigen will, bietet sich die Anschaffung eines Hundeanhängers oder eines Lastenrades an.
Auch wenn man zwischendurch an gefährlicheren Stellen, ein Stück auf der Straße oder einen älteren/kranken Hund transportieren möchte, bieten sich solche Gefährte an.

Ich kenne nur diesen Hersteller für Hunde-Cargo-Bikes: BABBOE

Welche kennt ihr noch? Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen, die er teilen würde? Auch was Radänhänger betrifft.
Ich würde mich freuen
Suse
 

Über uns

  • Das Portal pendelix.de wird von Grüne Projektmanufaktur UG betrieben. Bisher war das Thema Pendeln für uns wenig von Bedeutung. Seit wir 2019 in unsere neuen Räumlichkeiten in einem Co-Working-Gebäude im Frankenberger Viertel in Aachen umgezogen sind, ist für uns das Thema Pendeln schlagartig in den Fokus gerückt. Jeden Tag mit dem Auto im Stau zu stehen Benzin, Nerven und Minuten zu verheizen und immer viel zu früh losfahren zu müssen, weil man nicht weiß, wo heute wieder eine Umleitung ist, war plötzlich ein Thema, zu dem wir jetzt eine andere Einstellung hatten. Auch aktuell merken wir in unserem eigenen Umfeld jeden Tag wie sehr Pendeln zunehmend zum Problem vieler Mitmenschen wird. In zahlreichen Gesprächen mit anderen Betroffenen hat sich das Pedelec oder E-Roller zu einer möglichen Lösung herausgestellt. Doch woher bekommt man ein perfekt zu einem und den eigenen Bedürfnissen passendes E-Bike, wie kann ich mein Gepäck dennoch transportieren, was ist der sicherste Weg zur Arbeit, was gibt es neues in unserer Region zu diesem Thema und wie kann ich mich einfach über verschiedene Themen mit anderen Pendlern oder E-Cargo-Besitzern austauschen? Da ein Netzwerk mit diesen vielfältigen Funktionen bisher noch nicht existiert, haben wir beschlossen selber eines zu entwickeln.

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